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Innenminister Schünemann: Gefahr von Einzeltätern

Uwe SchünemannGroßansicht

Hannover (dpa) - Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat nach dem Attentat in Norwegen radikalisierte Einzeltäter als große Gefahr bezeichnet. «Es ist erschreckend, zu welchen Anschlägen radikalisierte Einzeltäter in der Lage sind. Von ihnen geht anscheinend zurzeit die größte Gefahr aus».

Für die Sicherheitsbehörden sei eine frühzeitige Erkennung äußerst schwierig, sagte der CDU-Politiker, der auch Sprecher der Innenminister ist, am Sonntag in Hannover. Das hätten der Fall des Islamisten in Frankfurt und jetzt der grausame Amoklauf in Norwegen gezeigt, sagte er nach Ministeriumsangaben. Das Internet diene oft als Kommunikations- oder als Radikalisierungsplattform. «Hier muss die Prävention ansetzen», forderte Schünemann.

Der Attentäter hatte am Freitag zunächst im Zentrum der norwegischen Hauptstadt Oslo eine Autobombe explodieren lassen. Dabei waren mindestens sieben Menschen getötet worden. Anschließend erschoss er in einem Ferienlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation auf einer kleinen Insel in der Nähe von Oslo mindestens 85 Menschen. Er gestand die Taten, die er als «grausam, aber notwendig», bezeichnete.

Terrorismus / Kriminalität / Norwegen / Deutschland
24.07.2011 · 11:00 Uhr
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