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Infobox: Worum es beim Korruptionsskandal in der Türkei geht

Istanbul (dpa) - Ein Korruptionsskandal erschüttert die Türkei seit Dienstag vergangener Woche. Bei Razzien wurden mehr als 50 Verdächtige festgenommen. Unter ihnen waren drei Ministersöhne. Auch andere Festgenommene wurden dem weiteren Umfeld der Regierungspartei AKP zugerechnet.

24 Verdächtige sitzen inzwischen in Untersuchungshaft, darunter ist auch der Direktor der staatlichen Halkbank, Süleyman Arslan. Die drei betroffenen Minister sind zurückgetreten. Danach besetzte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gleich zehn der 26 Kabinettsposten neu.

Bei den Ermittlungen geht es unter anderem darum, ob die staatliche Halkbank gegen Schmiergeldzahlungen Handelssanktionen gegen den Iran unter anderem durch Goldtransfers unterlaufen hat.
Außerdem wird untersucht, ob illegale Baugenehmigungen gegen Bestechungsgelder erteilt wurden.

Türkische Medien sehen hinter dem Skandal einen Konflikt zwischen Erdogan und dem Prediger Fethullah Gülen, dessen Bewegung großer Einfluss bei Polizei und Justiz nachgesagt wird.

Gülen bestreitet, etwas mit den Ermittlungen zu tun zu haben. Erdogan spricht von einer «dreckigen Operation» gegen seine Regierung. Zahlreiche Polizisten wurden ihrer Posten enthoben.

Justiz / Innenpolitik / Türkei
26.12.2013 · 13:24 Uhr
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