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Infobox: Die Drogeriekette Schlecker

Eine Schlecker-Filiale in Düsseldorf. Insgesamt sollen lediglich rund 13 500 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Foto: Martin GertenGroßansicht

Ehingen (dpa) - Den blau-weißen Schriftzug finden Verbraucher bislang zigmal in jeder Großstadt - aber auch in den kleinsten Dörfern. Schlecker, der Drogerieriese aus Ehingen bei Ulm, setzt auf einfache Filialen in der Nachbarschaft.

Seit längerer Zeit werden aber Filialen eher geschlossen denn eröffnet. Ihre Zahl sank in der Vergangenheit rapide. Gab es in zurückliegenden Glanzzeiten rund 10 000 Geschäfte, kommt der Konzern heute nur noch auf rund 6000 - inklusive der Tochter IhrPlatz. Rund 3000 weitere sind es in Österreich, Spanien, Frankreich, Italien, Tschechien, Polen und Portugal.

Unternehmerische Fehlentscheidungen und etliche Skandale im Umgang mit den Beschäftigten ruinierten den Ruf der von Anton Schlecker 1975 gegründeten Kette. Die Umsätze brachen 2011 auf rund 5 Milliarden Euro ein. Jahrelang schrieb die Firma rote Zahlen, vergangenes Jahr rund 200 Millionen Euro.

Am 23. Januar stellte das als e.K. (eingetragener Kaufmann) firmierende Unternehmen einen Insolvenzantrag. Seitdem bangen rund 30 000 Mitarbeiter in Deutschland (IhrPlatz eingeschlossen) um ihre Jobs.

Handel / Drogerien
29.02.2012 · 22:16 Uhr
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