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Indisches Hilfsangebot verunsichert Pakistan

Hochwasser in PakistanGroßansicht

Islamabad (dpa) - Indien hat dem Erzfeind Pakistan Fluthilfe angeboten und die Regierung in Islamabad damit in ein Dilemma gestürzt. Die pakistanische Zeitung «Dawn» berichtete unter Berufung auf Regierungsquellen in Islamabad, das Angebot des Nachbarstaats sei nicht umgehend abgelehnt worden.

Es werde demnächst entschieden, wie damit umzugehen sei. Die pakistanische Regierung hat mehrfach an das Ausland appelliert, das Land wegen der Jahrhundertflut finanziell stärker zu unterstützen.

«Dawn» berichtete weiter, der indische Außenminister S.M. Krishna habe seinem pakistanischen Amtskollegen Shah Mehmood Qureshi bei einem Telefonat fünf Millionen Dollar (3,9 Millionen Euro) Fluthilfe angeboten. Das sei eine «Geste der Solidarität mit dem pakistanischen Volk in dessen Stunde der Not».

Indien und Pakistan haben seit ihrer Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft 1947 drei Kriege gegeneinander geführt. Anfang 2004 nahmen die beiden südasiatischen Atommächte Friedensgespräche auf, die aber seit der Terrorserie von Mumbai auf Eis liegen.

Die Terroranschläge in der erstindischen Wirtschaftsmetropole im November 2008 haben die Beziehungen zwischen den Nachbarn schwer belastet. Nach Überzeugung der Regierung in Neu Delhi wurden die Angriffe von Mumbai (früher Bombay) in Pakistan vorbereitet. Indien wirft der pakistanischen Regierung vor, nicht ausreichend gegen muslimische Terrorgruppen vorzugehen.

Wetter / Unwetter / Pakistan
14.08.2010 · 22:37 Uhr
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