Indien: Innenministerium schränkt SMS-Verkehr ein
Das Innenministerium in Indien hat das Versenden von SMS nun unter gewisse Auflagen gestellt. Eine Kurznachricht an mehr als fünf Menschen zu versenden ist im Land ab sofort verboten. Der Grund dafür liegt darin, dass SMS und Nachrichten über soziale Netzwerke kürzlich zu Massenpaniken führten.
Die südindische Stadt Bangalore wurde dabei von zehntausenden Menschen in Eile verlassen. Es waren vermehrt Drohungen laut geworden, sollten sie nicht aus der Region verschwinden, werde man Gewalt anwenden. Die Polizei wirkte den Nachrichten auf selbem Wege entgegen - per SMS.
Die Spannungen zwischen Hindus und Muslimen haben sich in den vergangenen Monaten wieder verstärkt. Im Juli kam es im Nordosten Indiens bereits zur Vertreibung von rund 400.000 Muslimen und 75 Todesopfern. Das Verbot der Massen-SMS wird für die nächsten 15 Tage gelten.