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In Japan steigt die Furcht vor verseuchtem Essen

Tokio (dpa) - In Japan steigt die Furcht vor verseuchtem Essen. Die Regierung wies die lokalen Behörden am Donnerstag an, heimische Produkte auf Radioaktivität zu testen.

«Die Tests erstrecken sich vor allem auf frische Produkte aus Regionen, die mit dem Unfall zu tun haben», sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Kohei Otsuka nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. Verpflichtet zu den Tests seien aber sämtliche Behörden im ganzen Land.

Bisher seien allerdings bei keinem Nahrungsmittel höhere Belastungen als erlaubt gefunden worden, betonte das Ministerium. Die jetzt aufgestellten Grenzwerte seien höher als internationale Standards. Würden sie überschritten, könnten die Behörden Lieferungen aus dem Verkehr ziehen.

Künftig gilt ein Limit von 200 Becquerel Cäsium pro Kilogramm Milch und von 500 Becquerel pro Kilogramm Gemüse, Getreide, Fleisch und Eier. Für radioaktives Jod gilt ein Höchstwert von 300 Becquerel pro Kilogramm Trinkwasser und 2000 Becquerel pro Kilogramm Gemüse.

Nahrungsmittel-Händler und Experten kritisierten die Maßnahme: «Die Regierung heizt die Krise an. Die Entscheidung lässt es so aussehen, als ob kontaminiertes Essen bereits auf dem Markt wäre», sagte Konsumforscher Tatsuya Kakita.

Atom / Japan
18.03.2011 · 00:23 Uhr
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