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Immer mehr Tote nach Feuerinferno in Perm

Hilfe für die VerletztenGroßansicht
Moskau (dpa) - Nach der verheerenden Brandkatastrophe in einem Nachtclub der russischen Stadt Perm ist die Zahl der Toten auf 111 gestiegen. Zwei Verletzte seien in der Nacht in Krankenhäusern des Landes gestorben, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte nach Angaben der Agentur Interfax.

Am Samstag waren mehr als 80 der etwa 130 Verletzten von Perm in Spezialkliniken in Moskau und St. Petersburg geflogen worden. Nach Angaben von Zivilschutzminister Sergej Schoigu haben viele Verletzte mit schwersten Brandwunden nur geringe Überlebenschancen. Die Zahl der Toten könne deshalb weiter steigen.

Parlamentspräsident Boris Gryslow kündigte an, eine Gesetzänderung in die Duma einbringen zu wollen. Nachtclubs wie das Lokal in Perm müssten künftig mit mehr Notausgängen und mit schwer entflammbarem Material besser gegen Brände gewappnet sein, sagte Gryslow in Moskau.

Das Feuer war laut Ermittlungsbehörden in der Nacht zum Samstag von Feuerwerkskörpern ausgelöst worden, die den Deckenbehang aus Reisig und Plastik in Brand setzten. Als die Gäste panisch zum einzigen Ausgang drängten, wurden viele Menschen erdrückt. Die Polizei nahm fünf Verdächtige fest, denen sie eine Mitschuld an dem Inferno gibt.

Unfälle / Russland
07.12.2009 · 07:32 Uhr
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