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Immer mehr Sanktionen gegen Langzeitarbeitslose

Stellenangebote in einer regionalen Tageszeitung in Schwerin. Archivfoto: Jens BüttnerGroßansicht

München/Berlin (dpa) - Die Bundesagentur für Arbeit rechnet in diesem Jahr mit einer Rekordzahl von Langzeitarbeitslosen und Hartz-IV-Empfängern, die empfindliche Kürzungen ihrer staatlichen Zuwendungen hinnehmen müssen.

Der florierende Arbeitsmarkt habe dazu geführt, dass Langzeitarbeitslosen häufiger als sonst eine Stelle angeboten wurde, schreibt das Nachrichtenmagazin «Focus». In zahlreichen Fällen seien diese aber nicht zum Vorstellungsgespräch erschienen und hätten sich auch nicht krankgemeldet.

«Die Zahl der Sanktionen betrug von Januar bis April fast 300 000, und damit gut 50 000 mehr als im Vergleichszeitraum 2010», sagte der Chef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, dem Nachrichtenmagazin. Er rechne damit, dass die Zahl bis Jahresende auf 900 000 steigen werde.

Weise betonte, es sei nicht Ziel der Bundesagentur, Menschen in Dauerarbeitslosigkeit zu bestrafen: «Die Fälle treten ein, wenn Leistungsempfänger eine zumutbare Arbeit ablehnen oder gesetzlichen Auflagen nicht nachkommen.»

Arbeitsmarkt
30.10.2011 · 09:32 Uhr
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