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Immer mehr ausländische Ärzte in Deutschland

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Bielefeld (dpa) - In Deutschland arbeiten nach einem Medienbericht immer mehr Mediziner aus dem Ausland. Grund sei der Ärztemangel, der sich in Zukunft noch verschärfen werde, berichtete das Bielefelder «Westfalen-Blatt» unter Berufung auf die Bundesärztekammer.

Kammersprecher Alexander Dückers betonte allerdings im Gespräch mit der dpa, es gebe von seinem Verband keine Hochrechnung der Zahlen zum künftigen Ärztemangel. Berechnungen, wonach die Zahl junger Nachwuchsärzte nicht ausreiche, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehenden Mediziner zu ersetzen, stammten nicht aus der Bundesärztekammer und seien auch nicht seriös, sagte Dückers.

Die Zeitung hatte berichtet, bis zum Jahr 2017 fehlten in Deutschland fast 19 000 Ärzte. Nach dem Bericht arbeiten mittlerweile 22 000 ausländische Ärzte in Deutschland. Die meisten Mediziner kämen aus Österreich, Griechenland, Russland, Polen und dem Iran.

In Nordrhein-Westfalen soll der Ärztemangel an Kliniken noch in diesem Jahr mit 400 Jungmedizinern aus Österreich aufgefangen werden, sagte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst, der Zeitung. Ein entsprechender Vertrag zwischen dem NRW- Gesundheitsministerium und der österreichischen Ärztekammer sei bereits unterschriftsreif. Die österreichischen Mediziner sollten in NRW ihre Facharztausbildung machen. Zudem gebe es erste Gespräche zur Anwerbung von Ärzten aus Spanien.

Gesundheit / Ärzte
22.08.2009 · 12:38 Uhr
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