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Im Wortlaut: Die Rücktrittserklärung Asarows

Kiew (dpa) - Im ukrainischen Machtkampf hat Regierungschef Nikolai Asarow seinen Rücktritt erklärt. Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert nachfolgend die Mitteilung in eigener Übersetzung aus dem Ukrainischen:

«Die Konfliktsituation, die sich im Land eingestellt hat, bedroht die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Ukraine und gefährdet die gesamte ukrainische Gesellschaft und jeden Bürger. Die Regierung hat in diesem Konflikt alles für eine friedliche Lösung unternommen.

Wir haben alles dafür getan und werden alles tun, um Blutvergießen, Gewalteskalation, Verletzungen der Bürgerrechte zu vermeiden. Die Regierung hat das Funktionieren der Wirtschaft und des Sozialsystems unter extremen Bedingungen gewährleistet. Dagegen erfordern die Schärfe und die Gefahr des Konflikts für unsere Bürger, für das Schicksal der Ukraine weitere verantwortungsvolle Schritte.

Mit dem Ziel, zusätzliche Möglichkeiten für einen gesellschaftlich-politischen Kompromiss zu schaffen, für die friedliche Beilegung des Konflikts, habe ich die persönliche Entscheidung getroffen, den Präsidenten der Ukraine zu bitten, meinen Rücktritt vom Amt des Regierungschefs der Ukraine anzunehmen.

All diese schweren Jahre habe ich alles dafür getan, dass die Ukraine sich normal als demokratischer europäischer Staat entwickelt. Ich traf diese Entscheidung und nahm die Verantwortung auf mich im Interesse des Volkes der Ukraine. Und daher kann ich jedem Bürger unseres Staates, jedem Landsmann offen in die Augen schauen.

Ich bin für das Vertrauen des Präsidenten der Ukraine dankbar. Ich bin allen Parlamentsabgeordneten dankbar, die in all den Jahren die überaus schwierige Arbeit der Regierung zur Modernisierung und Reformierung des Landes unterstützt haben.

Ich bin allen Bürgern der Ukraine dankbar, die die Regierung und mich persönlich unterstützten und an die Richtigkeit des politischen Kurses, den wir gewählt haben, nach wie vor glauben. Heute ist das Wichtigste, die Einheit und Integrität der Ukraine zu bewahren. Das ist wesentlich wichtiger, als irgendwelche persönlichen Pläne oder Ambitionen. Daher habe ich diese Entscheidung getroffen.»

Regierung / Demonstrationen / Ukraine
28.01.2014 · 11:56 Uhr
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