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IG Metall: GM muss Konzept vorlegen

Frankfurt/Main (dpa) - Der US-Autokonzern General Motors muss nach Auffassung der IG Metall jetzt ein Konzept für sein Europageschäft vorlegen. «Der Ball liegt auf Seiten des Unternehmens.»

Das sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild am Samstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der US-Autobauer hatte am Freitagabend angekündigt, kommende Woche solle ein Zukunftskonzept fertig sein.

«Wir werden zu prüfen haben, ob nach einer Sondierung ernsthafte Gespräche aufgenommen werden können», sagte Schild, der zugleich auch Aufsichtsratsmitglied bei der General-Motors-Tochter Opel ist. Dafür müsse GM die Voraussetzungen schaffen. Der US-Konzern dürfe keinen Kurs der Kriegserklärungen gegen die Belegschaft und die Hälfte der Regierungen in Europa fahren. Schild schloss weitere Warnstreiks nicht aus. «Wenn General Motors den Kurs der Erpressung weiter fortfährt, dann werden sich die Belegschaften weiter zur Wehr setzen.»

Ziel sei es, keine Standorte in Europa zu schließen und keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen. Zudem müsse es mehr Selbstständigkeit für Opel geben. Zu dem erwarteten Besuch von GM- Präsident Fritz Henderson kommende Woche in Deutschland sagte Schild: «Es besteht die Chance für Henderson, Missverständnisse und Provokationen auszuräumen.»

Zu Personalfragen wollte sich Schild nicht im Detail äußern. «Personen und Programm müssen aber übereinstimmen», sagte der IG-Metall-Bezirkschef. «Wenn man mehr Eigenständigkeit hat, dann braucht man auch eigenständig denkfähige Spitzenmanager und nicht wie Marionetten funktionierende Abteilungsleiter.» Nach dpa-Informationen versucht General Motors derzeit, einen Deutschen für die Spitze seines Europageschäfts zu finden.

Auto / Opel
08.11.2009 · 09:18 Uhr
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