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IG Metall erwartet harte Verhandlungen mit Magna

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Frankfurt/Main (dpa) - Die IG Metall erwartet harte Verhandlungen mit dem designierten Opel-Käufer Magna. Dabei geht es um die angestrebten Sanierungsbeiträge der Beschäftigten des Autobauers.

«Magna ist ein harter, kantiger Arbeitgeber angelsächsischer Prägung», sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirksvorsitzende und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Die holen jetzt sofort die Motorsäge raus.» Die Verhandlungen sollten voraussichtlich bereits in der kommenden Woche aufgenommen werden.

Die IG Metall will die eingeforderten Milliardenbeiträge nicht ohne Gegenleistung bringen. «Unsere Untergrenze ist der Flächentarifvertrag. Wir machen uns schließlich nicht selber Konkurrenz», sagte Schild. Man könne möglicherweise zeitweise vom Flächentarif abweichen. Von Beginn an klar sei gewesen, dass es bei «New Opel» keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Werks- und Standortschließungen geben dürfe. Es sei auch keineswegs ausgemachte Sache, dass ein Arbeitnehmerbeitrag von 1,2 Milliarden Euro tatsächlich nur einem Unternehmensanteil von 10 Prozent entspreche.

Die Belegschaft erwarte für ihre Beiträge eine Verbesserung der Mitbestimmung bei Opel und fordere eine zukunftsorientierte Unternehmensstrategie, sagte der Gewerkschafter. «Arbeitnehmer haben das stärkste Interesse am nachhaltigen Erfolg ihres Unternehmens.»

Die künftigen Anteile der Belegschaft an «New Opel» sollten über eine Beteiligungsgesellschaft gehalten werden, erläuterte Schild. Die Arbeiter könnten so nicht individuell über ihre Anteile entscheiden. Zusätzliche Aufsichtsratssitze solle es für die Arbeitnehmer nicht geben. «Wir sind bereit, darauf zu verzichten, wenn bestimmte Regeln geändert werden», sagte der Metaller. Denkbar sei beispielsweise eine Regelung, die Standortschließungen an eine Zweidrittelmehrheit im Aufsichtsrat binde. Werksschließungen könnten dann nicht gegen den Willen der Arbeitnehmer durchgesetzt werden.

Er setze große Hoffnungen auf die Managementqualitäten von Magna, sagte Schild. Als Zulieferer sei Magna einen viel rabiateren Kostendruck gewohnt als die Autohersteller, könnten Technologien schnell zwischen den Standorten transferieren und Produkte besser entwickeln als General Motors. Wichtig sei zudem die Öffnung neuer Märkte in Russland oder den nordafrikanischen Staaten.

Gespräch: Christian Ebner, dpa

Auto / Opel
11.09.2009 · 10:14 Uhr
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