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Ifo-Chef: Krise in Griechenland könnte zu neuer Wirtschaftskrise führen

München (dts) - Die aktuelle Schulden-Krise in Griechenland könnte nach Ansicht von Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sogar die Weltwirtschaft gefährden. Das sei der Fall, wenn der sogenannte Domino-Effekt auch andere Länder in die Insolvenz zwingen würde. "Das kann, wenn man es falsch angeht, die Welt sogar in eine neue Rezession stürzen", sagte der Präsident des Ifo-Instituts dem Nachrichtenmagazin "Focus". Wenn die EU Griechenland jetzt fallenließe, wäre das ein entsprechend negatives Signal für andere unsichere Länder. Sollte auch Irland zahlungsunfähig werden, folgten bald Portugal, Italien und Spanien. "Die Währungsunion wäre am Ende", so Sinn. Der Ifo-Ökonom sei aber davon überzeugt, dass sich der Absturz der Währungsunion noch abwenden lässt. "Zunächst muss Griechenland massiv sparen", fordert Sinn. Das allein reiche aber wohl nicht aus. "Andere Länder werden helfen müssen, die etwa 50 Milliarden Schulden, die allein 2010 zu refinanzieren sind, aufzubringen." Als mögliche Retter nennt der Volkswirt den Internationale Währungsfonds (IWF), die EU und die einzelnen EU-Länder, allen voran Deutschland.
DEU / Griechenland / Wirtschaftskrise
20.02.2010 · 16:51 Uhr
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