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IAEA-Chef Amano eröffnet Atomgespräche in Teheran

Atomanlage im iranischen ArakGroßansicht

Teheran (dpa) - Der Chef der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukio Amano, hat in Teheran Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm begonnen.

Zum Auftakt traf er mit dem Direktor des iranischen Atomprogramms, Ferejdun Abbasi, zusammen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Isna berichtete. Am Nachmittag will Amano zunächst mit Atom-Chefunterhändler Said Dschalili und später mit Außenminister Ali Akbar Salehi sprechen. Bei seiner Ankunft war Amano auf dem Flughafen vom iranischen IAEA-Botschafter Ali Asghar Soltanieh begrüßt worden.

Vor seinem Abflug nach Teheran hatte sich Amano optimistisch geäußert. Es sei zwar nicht sicher, ob man einen Blick hinter die Kulissen des iranischen Atomprogramms vertraglich vereinbaren könne, aber durchaus möglich, sagte Amano am Sonntagabend in Wien. Er wolle bei der iranischen Führung Möglichkeiten zur unbehinderten Überprüfung der Atomanlagen durch IAEA-Experten ausloten. «Nichts ist sicher, aber bleiben wir positiv», sagte Amano.

Der Iran verweigert bislang den Zugang zu bestimmten Forschungszentren, in denen nach Vermutung des Westens an geheimen Militärprogrammen zum späteren Bau von Atomwaffen gearbeitet wird. Das Land leidet aber unter den vom Sicherheitsrat verhängten Wirtschaftssanktionen und könnte daher zu Zugeständnissen bereit sein.

An diesem Mittwoch treffen sich die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates - USA, Russland, Frankreich, Großbritannien, China - und Deutschland in Bagdad zu möglicherweise entscheidenden Verhandlungen mit dem Iran über sein Atomprogramm. Die Gespräche gelten als letzte Chance, mögliche Militärschläge Israels gegen iranische Atomanlagen abzuwenden.

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IAEA-Bericht
Konflikte / Atom / IAEA / Iran
21.05.2012 · 11:11 Uhr
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