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Hunderttausende Freizeitsportler gedopt

Von der Polizei sichergestellte, verkaufsfertige Ampullen mit Dopingmitteln.Großansicht
Darmstadt (dpa) - Mehr als eine Million Freizeitsportler in Deutschland greifen nach einer Schätzung zu Dopingmitteln.

Fitnessstudios und Sportvereine seien «regelrechte Verschiebebahnhöfe» dafür, teilte der Sportwissenschaftler Mischa Kläber von der Technischen Universität (TU) Darmstadt am Mittwoch zum Ergebnis einer mehrjährigen Studie mit. «Es beginnt ganz harmlos. Später wird systematisch zu Anabolika gegriffen», erklärte der 32- Jährige.

In der Szene würden auch illegale Medikamente angepriesen. Oft gebe es «gut organisierte Doping-Netzwerke». Diese Gruppen agierten zwar «überaus vorsichtig», seien aber immer auf der Suche nach neuen Kunden. «Auch unter den Trainern gibt es schwarze Schafe.» Kläber war früher selbst Fitness-Trainer. «Ich habe das Problem hautnah miterlebt.» Allein die Fitness-Center hätten rund sieben Millionen Mitglieder.

«Wir haben es hier mit einem Milliarden-Markt mit Überschneidungen mit dem Drogenbereich zu tun», sagte Kläber. Für seine Studie habe er über 80 Interviews geführt sowie Zahlen des Bundeskriminalamtes ausgewertet und Internet-Foren beobachtet.

Wissenschaft / Freizeit / Gesundheit
16.12.2009 · 15:34 Uhr
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