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Honduras: USA und EU verurteilen Militärputsch

Tegucigalpa (dts) - Sowohl die USA als auch die Europäische Union verurteilen den Militärputsch in Honduras und kündigten an, eine neue Regierung nicht anzuerkennen. "Dieses Vorgehen verletzt die verfassungsmäßige Ordnung der Republik Honduras", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Montag in Berlin. Venezuelas Präsident Hugo Chavez, der als Verbündeter Zelayas gilt, sagte gestern, er werde jede neue Regierung in Honduras zu Fall bringen, und versetzte das Militär in Alarmbereitschaft. In Honduras hatte das Militär am Wochenende den Staatspräsidenten Manuel Zelaya gestürzt und nach Costa Rica ausgeflogen. Ein Militärsprecher sagte, Zelaya sei auf Anweisung des Obersten Gerichtshofes festgenommen worden, weil er die Verfassung verletzt und eine illegale zweite Amtszeit angestrebt habe. Während die Forderung sich in der Bevölkerung einer gewissen Beliebtheit erfreute, ist die überwiegende Mehrheit der politischen Klasse dagegen. Der Liberalen-Politiker Roberto Micheletti wurde als neuer Präsident vereidigt, und betonte, dass es keinen Putsch gegeben habe, sondern alles "legal" abgelaufen sei. Gleichzeitig beansprucht der bisherige Staatspräsident Manuel Zelaya von Costa Rica aus weiterhin das Amt für sich. Währenddessen rät das Auswärtige Amt "von nicht unbedingt notwendigen" Reisen nach Honduras ab, da die weitere Entwicklung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorhersehbar sei.
Honduras / Putsch
30.06.2009 · 01:22 Uhr
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