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Honduras geputschter Präsident wartet 72-Stunden-Frist ab

Tegucigalpa (dts) - Der geputschte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, wird offenbar doch nicht am Donnerstag in sein Land zurückkehren. Wie der Nachrichtensender CNN berichtet, wolle das Staatsoberhaupt frühestens am Samstag zurück in seine Heimat fliegen. Zelaya droht bei seiner Ankunft in Honduras die Verhaftung durch die Interimsregierung. Sowohl die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner als auch der ecuadorianische Präsident Rafael Correa sowie Miguel d`Escoto, Vorsitzender der UN-Vollversammlung, wollen Zelaya bei der geplanten Rückkehr begleiten. Indes läuft die seitens der Organisation der amerikanischen Staaten (OAS) gesetzte 72-Stunden-Frist langsam ab. "Die OAS hatte um 72 Stunden Zeit gebeten (damit die Rebellen auf die Macht verzichten), und wir sind bereit, diese Entscheidung zu unterstützen. Wir werden keinerlei Handlungen unternehmen, um die lobenswerte Arbeit (der Organisation) nicht zu erschweren", sagte Zelaya. Das Militär hatte am Wochenende den Staatspräsidenten Manuel Zelaya gestürzt und nach Costa Rica ausgeflogen. Ein Militärsprecher sagte, Zelaya sei auf Anweisung des Obersten Gerichtshofes festgenommen worden, weil er die Verfassung verletzt und eine illegale zweite Amtszeit angestrebt habe. Wie Zelaya jedoch betonte, wolle er lediglich seine Amtszeit vollenden. Eine neue Kandidatur nach dem 27. Januar habe er nicht vorgesehen. Stattdessen wolle er sich aus dem Politikleben zurückziehen.
Honduras / Putsch
02.07.2009 · 00:43 Uhr
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