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Höhn: Merkel hat uns E10-Ärger eingebrockt

Bärbel HöhnGroßansicht

Berlin (dpa) - Die Grünen machen für das Debakel beim Biosprit E10 die Bundesregierung verantwortlich. «Das hat die Kanzlerin uns eingebrockt», sagte die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Bärbel Höhn, am Freitag im ARD-«Morgenmagazin».

Angela Merkel habe 2007 in der EU die E10-Norm «durchgedrückt». Die frühere rot-grüne Bundesregierung habe dagegen auf reine Pflanzenkraftstoffe gesetzt, die von der Steuer befreit wurden. Das habe die große Koalition dann völlig gestrichen. «Insofern ist das das Ende einer chaotischen Politik, wo man nicht darauf setzt, dass die Autos energiesparender sind, oder auf freiwillige Lösungen setzt, sondern jetzt bei E10 gelandet ist.»

Höhn plädierte dafür, weiterhin Ethanol dem Benzin beizumischen. Man dürfe aber nicht allein auf E10 setzen, um die EU-Vorgaben zum Klimaschutz zu erfüllen, zumal bei Ethanol das Problem von Mais- oder Weizenmonokulturen in der Landwirtschaft bestehe. «Viel sinnvoller wäre es gewesen, die Pflanzenöle weiter einzuführen.» Die Grünen-Politikerin kritisierte zudem die schlechte Information der Autofahrer, die nun verunsichert seien, ob ihr Wagen den Biosprit verträgt. «Auch die Mineralölwirtschaft hätte gemeinsam mit der Politik mehr informieren müssen», sagte Höhn.

Energie / Benzin
04.03.2011 · 11:40 Uhr
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