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Hochwasser-Scheitel erreicht deutsch-polnische Grenze

Bis zur Hüfte im Hochwasser in Frankfurt (Oder). Der Pegel des Flusses soll auf etwa 6 Meter ansteigen.
Warschau (dpa) - Der Hochwasser-Scheitel auf der Oder hat die deutsch-polnische Grenze erreicht. Im westpolnischen Bezirk Lubuskie, der an Deutschland grenzt, habe der Fluss bisher kaum Schäden angerichtet, sagte der polnische Innenminister Jerzy Miller am Donnerstag in Warschau.

Lediglich Brachland und Wiesen wurden überflutet. In Krosno Odrzanskie rund 20 Kilometer vor der deutschen Grenze standen mehrere Straßen unter Wasser. Der Oderpegel stieg dort am Morgen um rund zwei Zentimeter stündlich an.

Als weiter schwierig bezeichnete Miller die Lage an der Warthe, einem Nebenfluss der Oder. Mit hohen Pegeln hätten etwa Uniejow und Srem zu kämpfen, Posen bereite sich darauf vor. Der Minister betonte, die Scheitel beider Flüsse würden glücklicherweise nicht aufeinandertreffen - und sich somit auch nicht zu katastrophalen Pegeln aufsummieren. «Das ist eine gute Nachricht.» Die Warthe mündet bei Küstrin nördlich von Frankfurt (Oder) in die Oder.

Miller dementierte Presseberichte, wonach die Weichsel, die seit Tagen verdreckte Wassermassen ins Meer flutet, die Ostsee verschmutzen könnte. Der Ostsee drohe keine Gefahr, so der Innenminister. Der Hochwasser-Scheitel auf der Weichsel hatte die Mündung in der Nacht zum Mittwoch erreicht.

Unwetter / Hochwasser / Polen
27.05.2010 · 21:50 Uhr
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