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Hochschulrektoren geben Ländern Schuld an Studentenprotesten

Leipzig (dts) - Die seit Wochen anhaltenden Proteste der deutschen Studenten gehen nach Ansicht der Hochschulrektoren auf das Konto der Bundesländer. Zu diesem Schluss ist die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Leipzig heute gekommen. Demnach hätten die Länder schwerwiegende Fehler bei der Einführung der neuen Bachelor-Studiengänge gemacht. "Restriktionen" und "falsche Anreize", die die Bundesländer geschaffen hatten, seien in großem Maße für die bestehende Unterfinanzierung und die Überfüllung der Lehrpläne verantwortlich. Auch eine "Rechtssicherheit und Verlässlichkeit" zwischen Hochschulen und Studenten bestehe an wesentlichen Punkten nicht. Eine entsprechende Resolution, die die Fehler der Länder benennt, war in den Reihen der Hochschulrektoren einstimmig angenommen worden. Den Studenten bleibe nun lediglich, mit Geduld auf die weitere Reform des Bachelor-Studiums zu warten. Die Studiengänge würden der Erklärung zufolge "ständig unter der Beteiligung der Studierenden überprüft und, wenn notwendig, weiterentwickelt." Eine Abkehr vom Bachelor-System sei laut HRK-Präsidentin Margret Wintermantel nicht möglich. Das Ziel des Bologna-Prozesses, in dessen Rahmen die Bachelor-Studiengänge eingeführt wurden, sei mittlerweile sehr nahe gerückt und die Reform als erfolgreich zu werten, so Wintermantel weiter. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel stimme der Umstellung grundsätzlich zu und warnte vor einem drohenden Bildungsrückstand Deutschlands.
DEU / Bildung / Studentenproteste
24.11.2009 · 19:54 Uhr
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