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Hiroshima gedenkt Atombombenabwurfs vor 64 Jahren

Gedenken in HiroshimaGroßansicht
Hiroshima (dpa) - Die japanische Stadt Hiroshima hat am Donnerstag des Atombombenabwurfs vor 64 Jahren gedacht. Hiroshimas Bürgermeister Tadatoshi Akiba forderte in seinem Friedensappell die Abschaffung aller Atomwaffen.

Er stellte sich dabei ausdrücklich hinter den Aufruf von US-Präsident Barack Obama zu einer atomwaffenfreien Welt. «Wir unterstützen Präsident Obama und haben eine moralische Verantwortung zu handeln, um Atomwaffen abzuschaffen», erklärte der Bürgermeister Hiroshimas und benutzte Obamas Slogan «Yes, we can».

An der Gedenkveranstaltung nahm auch Japans Ministerpräsident Taro Aso teil. Tausende von Menschen versammelten sich zu einer Schweigeminute um 8.15 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt, als die Amerikaner 1945 die erste im Krieg eingesetzte Atombombe über der westjapanischen Stadt abwarfen. Schätzungsweise 140 000 Menschen starben binnen weniger Monate. Am 9. August warfen die Amerikaner über der japanischen Stadt Nagasaki eine zweiten Atombombe ab. Dadurch starben etwa 70 000 Menschen. Kurz darauf kapitulierte Japan.

Auch Jahrzehnte nach Hiroshima sterben jährlich noch Tausende an den Spätfolgen der atomaren Strahlung wie Leukämie oder verschiedenen Formen von Krebs. Regierungschef Aso legte am Donnerstag einen jahrelangen Rechtsstreit zwischen dem Staat und 306 Betroffenen bei, die vor Gericht um Anerkennung als Opfer der Atombombenabwürfe geklagt hatten. Damit haben die Menschen nun Anspruch auf staatliche Hilfen zur Deckung der Behandlungskosten ihrer Folgekrankheiten.

Geschichte / Atom / Japan
06.08.2009 · 20:05 Uhr
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