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Hintergrund: Zahl der Nichtwähler steigt kontinuierlich

Nicht viel drin: Eine Wahlurne wird in Bielefeld ausgeleert.Großansicht
Düsseldorf/Berlin (dpa) - In vielen Bundesländern ist die Beteiligung an Wahlen rückläufig. Bei Landtagswahlen liegt sie seit den 90er Jahren im Regelfall bei mehr als 60 Prozent, in Ostdeutschland teilweise aber drastisch darunter.

In Sachsen-Anhalt sank sie von 65,1 Prozent im Jahr 1990 auf 44,4, Prozent in 2006. Damit hält Sachsen-Anhalt bundesweit den Negativrekord bei Landtagswahlen. Gering war die Wahlbeteiligung im vergangenen Jahr aber auch in Thüringen mit 56,2 Prozent und Sachsen mit 52,2 Prozent.

In NRW lag die Wahlbeteiligung 1975 bei der Landtagswahl noch bei über 86 Prozent. Danach sank sie stetig. Im Jahr 2000 gaben nur noch 56,7 Prozent der Wähler ihre Stimme ab. 2005 stieg die Beteiligung allerdings wieder - auf 63,0 Prozent. Am Sonntag sank sie wieder unter die 60-Prozent-Marke.

Auch das Interesse der Bürger an Bundestagswahlen geht zurück. 2009 war die Beteiligung mit 70,8 Prozent so schlecht wie nie zuvor. In den 90er Jahren lag die Wahlbeteiligung noch bei über 80 Prozent. Der Rekordwert mit 91,1 Prozent stammt aus dem Jahr 1972.

Nur in wenigen Bundesländern stieg die Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in jüngster Zeit. So gingen 2009 mehr Bürger zu den Wahlen in Brandenburg und Schleswig-Holstein - vermutlich, weil gleichzeitig Bundestagswahl waren. Experten halten es für vorstellbar, dass langfristig nur noch jeder Zweite seine Stimme bei Landtagswahlen abgeben wird.

Wahlstatistik des Bundeswahlleiters als pdf: http://dpaq.de/inQxN

Wahlen / Landtag / Nordrhein-Westfalen
10.05.2010 · 02:50 Uhr
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