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Hintergrund: Wirtschaftsprobleme im Krisenstaat

Berlin (dpa) - Schuldensünder Griechenland droht die Staatspleite:

REZESSION: Die Wirtschaftsleistung schrumpfte 2010 um rund 4,5 Prozent. Für die zweite Hälfte 2011 gehen EU-Kommission, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF) von einem weiteren Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus. Das BIP-Minus für 2011 wird mit 3,8 Prozent veranschlagt.

SCHULDEN: Die Staatsschulden Griechenlands betragen zurzeit rund 330 Milliarden Euro - Tendenz steigend. Rettungspakete von EU-Partnern und IWF werden fast ausschließlich für Tilgung und Zinsen ausgegeben. Athen ist nicht in der Lage, auf den Finanzmärkten frisches Geld zu leihen.

PRIVATISIERUNG: Das Staatsvermögen wird auf 300 Milliarden Euro geschätzt. Die Regierung hofft aus dem Verkauf von Immobilien und Unternehmen im Staatsbesitz bis 2015 auf Einnahmen von rund 50 Milliarden. Experten befürchten, dass Athen seine Immobilien nicht schnell genug losschlagen kann und auch deshalb unter Wert verkauft.

FINANZWESEN: Banken sind von internationalen Finanzmärkten abgeschnitten, das Einlagenniveau schrumpfe weiter. Die aus dem Risiko staatlicher Kreditnehmer abzuleitende Eigenkapitalquote des Bankensystems ist laut EU, EZB und IWF insgesamt zufriedenstellend. Die Qualität der Vermögenswerte verschlechtere sich aber weiter.

ARBEITSLOSIGKEIT: In der Privatwirtschaft stieg die Arbeitslosigkeit innerhalb von 18 Monaten von 11,5 auf aktuell 16,2 Prozent. Fast die Hälfte der Arbeitsfähigen bis zu einem Alter von 34 Jahren hat keinen Job.

EU / Finanzen / Griechenland
17.06.2011 · 22:41 Uhr
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