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Hintergrund: Wie Spenderorgane vergeben werden sollen

In Deutschland werden offenbar immer mehr Spenderorgane an der offiziellen Warteliste vorbei vergeben. Foto: Bernd WeißbrodGroßansicht

Berlin (dpa) - Die Stiftung Eurotransplant mit Sitz in Leiden in den Niederlanden ist für die Zuteilung von Spenderorganen in Deutschland, Belgien, Kroatien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich und Slowenien verantwortlich.

Auf der zentralen Warteliste stehen mehr als 15 000 Patienten. Pro Jahr werden von Eurotransplant rund 7000 Spenderorgane vermittelt. In Deutschland liegt der Bedarf bei rund 12 000 Organen pro Jahr. Auch deshalb sind die Wartelisten lang.

STANDARDVERFAHREN: Die 72 Transplantationszentren in den Mitgliedstaaten speisen die Merkmale von Patienten, die auf ein Organ warten, in die zentrale Datenbank von Eurotransplant ein. Sobald ein Spender gefunden ist, werden auch dessen Merkmale in die zentrale Datenbank aufgenommen. Dann bestimmt Eurotransplant mit Hilfe eines Computerverfahrens die passende Kombination. Mehrere Prinzipien sind für die Zuteilung von Bedeutung: vor allem der zu erwartende Erfolg, die Dringlichkeit und die Wartezeit.

BESCHLEUNIGTES VERFAHREN: Bei immer mehr Organen gelingt es aber nicht, sie in diesem Standardverfahren zu vergeben. Das betrifft häufig Organe von Spendern mit Krankheiten wie Krebs, Blutvergiftung oder Drogenabhängigkeit. Diese Organe sind frei für das sogenannte beschleunigte Vermittlungsverfahren. Die Transplantationszentren wählen dabei selbst den am besten geeigneten Empfänger aus.

Kriminalität / Organspende / Medizin
07.08.2012 · 22:01 Uhr
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