News
 

Hintergrund: Was wird Assange eigentlich vorgeworfen?

London (dpa) - Julian Assange soll bei einem Besuch in Schweden im August 2010 Sex mit zwei jungen Frauen gehabt haben. Der Geschlechtsverkehr war - so weit sind sich alle Seiten einig - grundsätzlich einvernehmlich.

Die Frauen machten hinterher aber geltend, sie hätten gewollt, dass Assange ein Kondom benutzt. Dies habe er verweigert. In einem Fall, das wird aus den Vorwürfen der schwedischen Staatsanwaltschaft deutlich, soll sich Assange einer der Frauen im Schlaf genähert haben. Das kann nach schwedischem Recht als Vergewaltigung gewertet werden.

Assange selbst sagte im Herbst 2010, die Frauen seien «nervös geworden», weil sie Angst vor der Übertragung von Geschlechtskrankheiten bekommen hätten. Nach übereinstimmenden Medienberichten versuchten die beiden, den Australier zu einer Untersuchung zu bewegen.

Dies soll er verweigert haben. Daraufhin wandten sich die Frauen ratsuchend an eine befreundete Polizistin. Diese brachte das Ermittlungsverfahren ins Rollen. Assanges damaliger Anwalt Ben Emmerson räumte während einer der Gerichtsverhandlungen in Großbritannien ein, dass die Frauen das Verhalten seines Mandanten durchaus als «ungebührlich, unhöflich oder sogar als an die Grenzen dessen stoßend empfunden haben, was ihnen noch angenehm sei».

Internet / Kriminalität / Großbritannien / Ecuador
16.08.2012 · 22:31 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen