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Hintergrund: Was lässt sich für einen Gipfel kaufen?

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Toronto (dpa) - Es sind «die teuersten Tage in der kanadischen Geschichte» oder eine «Milliarden-Zeitverschwendung», wie Kritiker lästern. Die Gipfel der G8- und G20-Staaten in Toronto lässt sich die Regierung nach letzten Informationen satte 1,24 Milliarden kanadische Dollar kosten, umgerechnet rund 970 Millionen Euro.

Vor zwei Jahren hatten die sicher nicht weniger bemühten japanischen Gastgeber in Toyako nur 360 Millionen Euro ausgegeben - allerdings waren damals nicht auch noch die Führer der G20-Staaten aufgelaufen. Jede Sekunde, die sich die Staats- und Regierungschefs über drei Tage in Kanada treffen, kostet gut 3000 Euro.

Mit 970 Millionen Euro könnten auch ganz andere Dinge finanziert werden. Acht Beispiele:

- Vier Airbus A380 Superjumbos

- 11 000 Porsche Carrera 911

- Ein Jahr lang der Einsatz der kanadischen Truppen in Afghanistan

- Der Dreh von fünf der teuersten Hollywood-Streifen - Avatar, beide Iron Man-Filme, Spider Man 3 und Fluch der Karibik 3

- Würde das Geld in Hilfen für Familien in armen Ländern investiert, müssten mehr als 48 000 Mütter und 840 000 Säuglinge nicht sterben.

- Es könnten fast zehn Millionen Abtreibungen und 25 Millionen ungewollte Schwangerschaften verhindert werden, rechnen Hilfsorganisationen vor.

- Im Kongo könnten acht Millionen Mädchen fünf Jahre lang eine Schule besuchen, weil damit nach Berechnung der Hilfsorganisation Oxfam die Gebühren gedeckt wären.

- In Entwicklungsländern könnte mehr als 50 Millionen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser verschafft werden.

G8 / G20 / Gipfel
25.06.2010 · 22:57 Uhr
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