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Hintergrund: Was ist eine Kernkapitalquote?

Frankfurt/Main (dpa) - Beim Stresstest für Europas Banken dreht sich alles um einen finanztechnischen Begriff, die Kernkapitalquote (englisch: «Tier»). Fünf Prozent hartes Kernkapital fordern die EU- Aufseher als Untergrenze von den Banken.

Wer diesen Wert nach den Verlusten im Stresstestszenario nicht halten kann, ist durchgefallen. Man berechnet diese Kennzahl, indem man das Kernkapital (damit ist das unmittelbar haftende Eigenkapital gemeint) durch die Summe der Risikoposten (etwa Kredite und Wertpapiere) teilt. Die Kernkapitalquote sagt also aus, inwieweit die Risikopositionen durch eigene Mittel gedeckt sind, sprich wie dick der Risikopuffer der Bank ist. Die Kernkapitalquote gilt darum als wichtige Zahl, um Stabilität und Stärke einer Bank zu beurteilen.

Beim Test im vergangenen Jahr verlangten die EU-Aufseher eine Kernkapitalquote («Tier 1») von mindestens sechs Prozent. Bei der diesjährigen Neuauflage ist die EU-Bankenaufsicht EBA strenger und legt engere Eigenkapitalregeln nach den neuen Bankenregeln («Basel III») an, die erst von 2013 an gelten. Die Aufseher gehen dabei von einer harten Kernkapitalquote aus («Core Tier 1»). Diese umfasst gezeichnetes Kapital und Rücklagen, nicht aber die bei deutschen Landesbanken üblichen Stillen Einlagen und auch kein sogenanntes hybrides Kapital (Zwischenformen von Schulden und Eigenkapital).

EU / Finanzen
15.07.2011 · 22:49 Uhr
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