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Hintergrund: Warum heißt das Bahnprojekt «Stuttgart 21»?

Stuttgart (dpa) - Seit der Eskalation des Konflikts um das milliardenteure Bahnhofsbauprojekt in Stuttgart sprechen Menschen in ganz Deutschland von «Stuttgart 21». Die Bezeichnung erinnert daran, dass das Vorhaben seinerzeit mit anderen Bahn-Projekten wie «München 21» und «Frankfurt 21» angestoßen wurde.

Diese sind allerdings mittlerweile im Sande verlaufen. 21 soll auf die Zukunftsbedeutung des Vorhabens im 21. Jahrhundert hinweisen. Wäre es nach Landesregierung und Bahn gegangen, hätte das baden-württembergische Großprojekt allerdings heute einen anderen Titel. «Stuttgart 21» fand der damalige Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) 2007 zu kurz gedacht, «Baden-Württemberg 21» schien ihm passender. Doch setzte sich der neue Name nicht durch.

Daraufhin startete die Bahn 2008 ihre Werbekampagne für «Das neue Herz Europas». Mitte 2010 wurde dann auch diese Kampagne abgekündigt und von Beteiligten als «schon ein bisschen großkotzig» gebrandmarkt. Seitdem wird mit «Die guten Argumente überwiegen» geworben. Und «Stuttgart 21» bleibt auch weiterhin erstmal «Stuttgart 21». Bei dem Milliardenprojekt soll der Stuttgarter Kopfbahnhof in eine unterirdische Durchgangsstation umgebaut und an die geplante ICE- Neubaustrecke nach Ulm angeschlossen werden.

Verkehr / Bahn / Stuttgart 21
06.10.2010 · 22:26 Uhr
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