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Hintergrund: Vulkanasche

Eine riesige Säule aus Rauch und Asche steht über dem Gletschervulkan.Großansicht
Hamburg (dpa) - Bei einer Eruption können Vulkane wie in Island gewaltige Mengen an vulkanischer Asche freisetzen. Dabei handelt es sich nicht um Asche im herkömmlichen Sinn, also nicht um organische Rückstände wie etwa bei der Verbrennung von Holz oder Kohle.

Vulkanasche besteht aus festen, nur Bruchteile von Millimetern großen Glas- und Gesteinspartikeln, die durch feine Zerteilung von Magma entstehen. Magma ist ein in der Erdkruste natürlich vorkommendes, geschmolzenes Gesteinsmaterial. Die Teilchen werden beim Ausbruch des Vulkans geschmolzen, in der Luft kühlen sie wieder ab und erstarren.

Eruptionen setzen zudem Gaswolken frei, die unter anderem Kohlen- und Schwefeldioxid enthalten. Diese Mischung aus Gas und Staub verdichtet sich zu einer schwarzen Rauchwolke, deren kleinste Partikel bis zu drei Jahre nach der Eruption in der Atmosphäre bleiben können. Je kleiner sie sind, desto weiter kann sie der Wind mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometern über tausende Kilometer verbreiten. Manche Forscher glauben, dass auch sie zum Klimawandel beitragen.

Dank ihres Mineralgehaltes gilt vulkanische Asche als fruchtbar. Andererseits warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor gesundheitlichen Gefahren bei Atemwegs-Problemen.

Geologische Bundesbehörde der USA: http://dpaq.de/TMY3n

Luftverkehr / Vulkane / Island
18.04.2010 · 22:10 Uhr
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