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Hintergrund: Verheerende Brände in Russland

Bei einem Feuer in einem russischen Altenheim kamen Ende Januar 24 Menschen ums Leben.Großansicht
Hamburg (dpa) - Bei einer Explosion und einem anschließenden Feuer sind in der Nacht zum Samstag in einem Restaurant der russischen Stadt Perm fast 100 Menschen ums Leben gekommen. Brände führten auch in der Vergangenheit in Russland oft zu vielen Opfern.

Grund waren nicht selten eklatante Verstöße gegen den Brandschutz. Einige Beispiele aus den vergangenen zehn Jahren:

14. Februar 2009: 16 Menschen sterben bei einem Brand in einem Holzhaus nahe der südrussischen Stadt Astrachan. Das Haus brennt in nur 15 Minuten komplett nieder. Eine betrunkene Bewohnerin, die Benzinkanister in ihrer Wohnung gelagert haben soll, wird von den Behörden später für den verheerenden Brand verantwortlich gemacht.

31. Januar 2009: Bei einem Feuer in einem russischen Altenheim kommen 24 Menschen ums Leben. Ein Holzgebäude in einer abgelegenen Siedlung der Teilrepublik Komi, rund 1000 Kilometer nordöstlich von Moskau, brennt vollständig aus.

4. November 2007: Ein Großfeuer in einem russischen Heim für Alte und Behinderte fordert mindestens 31 Menschenleben. Ein Kurzschluss oder der unsachgemäße Umgang mit Feuer sind wahrscheinlich die Ursache.

20. März 2007: Bei einem Brand in einem südrussischen Altenheim werden mindestens 63 Menschen getötet. Die hohe Opferzahl ist nach Behördenangaben auch auf eine Vielzahl von Verstößen gegen Sicherheitsregeln zurückzuführen.

9. Dezember 2006: In einer geschlossenen Moskauer Suchtklinik ersticken 46 Frauen an den Rauchgasen eines um Mitternacht ausgebrochenen Feuers. Die vorwiegend drogenabhängigen Patientinnen können nicht entkommen, weil Fluchtwege blockiert und Fenster vergittert sind. Die Behörden vermuten Brandstiftung.

24. November 2003: Ein Brand in einem Moskauer Studentenheim wird 44 ausländischen Studenten zum Verhängnis. Das Feuer überrascht die Opfer im Schlaf. Ursache war vermutlich ein defektes Heizgerät oder ein Kurzschluss.

10. April 2003: Bei einem Feuer in einem Internat der südrussischen Teilrepublik Dagestan sterben 28 taubstumme Kinder. 113 Kinder erleiden Verbrennung und Rauchvergiftungen. Vergitterte Fenster hindern die zum Teil schwerstbehinderten Kinder an der Flucht. Ein Kabelbrand soll das Unglück ausgelöst haben.

7. April 2003: In einer sibirischen Dorfschule verbrennen 22 Kinder. Die Flammen breiten sich in Sekundenschnelle über das zweistöckige Holzgebäude in der Teilrepublik Jakutien aus. Auch hier schneiden vergitterte Fenster den Fluchtweg ab. Ursache war vermutlich ein Kurzschluss in der Turnhalle.

18. März 1999: Bei einem Feuer in einer Klinik für psychisch Kranke sterben in dem Dorf Michailowskoje nördlich von Moskau 21 Menschen. Ein Kurzschluss soll das Unglück verursacht haben.

10. Februar 1999: Ein Großbrand im Polizeigebäude der russischen Wolga-Stadt Samara kostet 67 Menschen das Leben. Hinter der Katastrophe wird die Mafia vermutet.

Brände / Russland
07.12.2009 · 07:32 Uhr
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