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Hintergrund: Trierer entwickelte Methode zum Zensus

Trier (dpa) - Nur etwa jeder zehnte Einwohner Deutschlands muss bei der Volkszählung wirklich Auskunft über sich geben. Wen es trifft - dafür ist der Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Universität Trier, Ralf Münnich, mitverantwortlich.

Er hat die statistische Methodik für die Befragung bei der neuen Volkszählung erarbeitet: Im Auftrag des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden entwickelte der 47-Jährige die mathematische Formel, mit deren Hilfe bestimmt wird, welche Haushalte in Deutschland in Stichproben befragt werden. Beim Zensus 2011 werden Daten aus Melderegistern zusammengetragen und mit Ergebnissen der Befragungen ergänzt.

«Die Melderegister sind wichtige Datenquellen. Wir gehen aber davon aus, dass darin Fehler sind», sagte der Professor. Zum einen gebe es die sogenannten Karteileichen: Personen, die unter einer Adresse gemeldet sind, dort aber gar nicht wohnen. Und zum anderen gebe es Menschen, die an einem Ort wohnen, ohne dort gemeldet zu sein. «Mit unserer statistischen Methode können diese Fehler abgeschätzt werden», sagte Münnich.

Von den gut 80 Millionen Menschen, die in Deutschland leben, müssen knapp 8 Millionen in rund 2400 festgelegten Erhebungsgebieten direkt Auskunft geben. Münnich sagt: «Die klassische Volkszählung von Haus zu Haus wird es wohl nicht mehr geben.»

Statistik / Bevölkerung
09.05.2011 · 21:13 Uhr
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