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Hintergrund: Terrorgefahr - Die Polizei rüstet auf

Polizist mit MaschinenpistoleGroßansicht

Berlin (dpa) - Schutzwesten, Maschinenpistolen, klare Anweisungen: Die Polizei hat sich für einen möglichen Terroranschlag in Deutschland gerüstet.

Seit Tagen patrouillieren bewaffnete Bundespolizisten an Bahnhöfen und Flughäfen. Sprengstoffspürhunde suchen Gepäck und Schließfächer ab. An «symbolträchtigen Örtlichkeiten» wurden Sicherheitsvorkehrungen drastisch verschärft. Die Reichstagskuppel in Berlin ist seit Montag gesperrt.

Die Bundespolizei ist für den Fall eines terroristischen Angriffs angewiesen, sofort das Feuer zu erwidern - wie bei Amokläufen. Laut «Spiegel online» wurden die Beamten aufgefordert, ihre schusssicheren Westen mit «Einschubplatten» zu verstärken, damit sie auch Geschossen aus Sturmgewehren standhalten können.

Nach Überzeugung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat die starke Polizeipräsenz große Bedeutung im Anti-Terror-Kampf. Er weist darauf hin, dass Polizeistreifen auch den «Kofferbomber von Köln» mehrfach abgeschreckt hätten. Die Terroranschläge auf zwei Regionalzüge scheiterten am Ende, weil die Sprengsätze des Libanesen wegen technischer Fehler nicht explodierten.

Auch die Behörden sind vorbereitet: Die Krisenstäbe von Bund und Länder absolvieren regelmäßig Übungen zum Krisenmanagement bei terroristischen Anschlägen. Bei diesen Testläufen namens LÜKEX («Länder übergreifende Krisenmanagement-Übung/Exercise») wird seit 2004 mit wechselnden Gefahrenlagen der Ernstfall durchgespielt. So waren bei den Katastrophenübungen in Nordrhein-Westfalen Anfang dieses Jahres fast 4000 Menschen beteiligt. Am Flughafen Köln/Bonn wurde simuliert, dass ein Flugzeug von einer Rakete getroffen wird und in Flammen aufgeht.

Innere Sicherheit / Terrorismus / Thema
25.11.2010 · 11:02 Uhr
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