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Hintergrund: Steuern auf Transaktionen und Aktivitäten

Die schwarz-gelbe Koalition will sich sowohl für eine internationale Finanztransaktionssteuer als auch für eine Steuer auf Finanzaktivitäten einsetzen.Großansicht
Berlin (dpa) - Die schwarz-gelbe Koalition will sich sowohl für eine internationale Finanztransaktionssteuer als auch für eine Steuer auf Finanzaktivitäten einsetzen.

FINANZTRANSAKTIONSSTEUER: Diese Abgabe («Financial Transaction Tax»/FTT) würde sämtliche Geschäfte und Produkte auf den Finanzmärkten betreffen - von Aktien über Devisen, Anleihen, Rohstoffen bis hin zu anderen hochriskanten Papieren. Sie sollte aber global gelten, da sonst die Gefahr von Ausweichmanövern groß ist, wie Experten warnen.

Die Steuer würde nicht nur Zocker treffen, sondern auch solide Finanzmarktakteure. Banken könnten die Steuer bei jedem Kauf- und Wiederverkauf auf Kunden abwälzen, sagen Kritiker weiter. Befürworter sehen dagegen keinen Schaden für die Wirtschaft. Die SPD rechnet bei 0,05 Prozent Abgabe auf jede Finanztransaktion mit jährlichen Einnahmen von 200 Milliarden Euro auf EU-Ebene und bis zu 40 Milliarden Euro in Deutschland.

FINANZAKTIVITÄTSSTEUER: Hier wäre das Aufkommen weit geringer als bei einer Transaktionssteuer. Auch würden Spekulationen weniger stark eingedämmt. Denn es würden nur die Gewinne und Gehaltszahlungen von Bankern besteuert. Eine solche «Financial Activity Tax» (FAT) hatte zuletzt der Internationale Währungsfonds empfohlen.

BBC-Link zu IWF-Vorschlägen: http://dpaq.de/P9tCO

EU / Finanzen / Deutschland
21.05.2010 · 22:53 Uhr
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