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Hintergrund: SPD-Wahlergebnisse seit dem Absturz 2009

Berlin (dpa) - Nach dem historischen Absturz auf 23 Prozent bei der Bundestagswahl 2009 ist der SPD eine Reihe von Wahlerfolgen gelungen. Dies ist aber häufig auch der Unzufriedenheit mit der schwarz-gelben Koalition geschuldet gewesen. Nach den acht Wahlen 2010 und 2011 ist die SPD an allen Regierungen in diesen Ländern beteiligt.

Bei der Wahl in NORDRHEIN-WESTFALEN reichen am 9. Mai 2010 magere 34,5 Prozent (minus 2,6) dank starker Grüner zur Bildung einer Minderheitsregierung, Hannelore Kraft wird Ministerpräsidentin.

Bei der Bürgerschaftswahl in HAMBURG am 20. Februar 2011 gelingt ein furioser Sieg. Die SPD legt mit ihrem Spitzenkandidaten Olaf Scholz von 34,1 auf 48,4 Prozent zu, erringt damit eine absolute Mehrheit und löst die CDU-Landesregierung ab.

Bei der Wahl in SACHSEN-ANHALT am 20. März 2011 erzielt die SPD mit Spitzenkandidat Jens Bullerjahn 21,5 Prozent (plus 0,1) und bildet zusammen mit dem Wahlsieger CDU erneut eine Koalition.

Bei der Landtagswahl in RHEINLAND-PFALZ am 27. März 2011 stürzt die SPD von Ministerpräsident Kurt Beck zwar von 45,6 auf 35,7 Prozent ab und verliert die 2006 errungene absolute Mehrheit. Zusammen mit den Grünen können die Sozialdemokraten aber weiterregieren. Beck bleibt als dienstältester Ministerpräsident Deutschlands im Amt.

In BADEN-WÜRTTEMBERG muss die SPD am 27. März 2011 eine Schlappe verkraften. Mit 23,1 Prozent verliert die Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Nils Schmid im Vergleich zu 2006 (25,2) nochmals leicht. Dank eines historischen Wahlerfolgs der Grünen wechseln die Sozialdemokraten aber auf die Regierungsbank - als Juniorpartner.

In BREMEN sieht es am 22. Mai 2011 wieder besser aus. Unter Regierungschef Jens Böhrnsen legt die SPD leicht von 36,7 auf 38,6 Prozent zu. Die rot-grüne Koalition kann weiterarbeiten.

In MECKLENBURG-VORPOMMERN legt die SPD am 4. September 2011 von 30,2 auf 35,6 Prozent zu. Erwin Sellering bleibt Ministerpräsident und entscheidet sich für eine Koalition mit der CDU.

Ein wenig glanzvoller Sieg in BERLIN rundet am 18. September 2011 die Reihe zum Großteil guter Ergebnisse seit 2009 ab. Zwar fallen die Sozialdemokraten des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit von 30,8 auf 28,3 Prozent, sie bleiben aber stärkste Kraft. Nach gescheiterten Gesprächen mit den Grünen schmiedet Wowereit eine Koalition mit der CDU.

Parteien / SPD
04.12.2011 · 22:14 Uhr
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