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Hintergrund: Sonden messen hiesige Radioaktivität

Sonden des Bundesamts für Strahlenschutz am Messnetzknoten Freiburg (Archivbild)Großansicht

Berlin (dpa) - Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betreibt 1800 Messsonden, die die Radioaktivität in Deutschland messen. Sie könnten auch frühzeitig eine mögliche erhöhte Radioaktivität aus dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima erfassen.

Zudem gibt es ein hochsensibles Vorwarnsystem auf dem Schauinsland bei Freiburg. Diese Messstation für atmosphärische Radioaktivität kann laut BfS feinste Konzentrationen von Radioaktivität in der Atmosphäre aufspüren.

«Das Bundesamt für Strahlenschutz hat entsprechende Messtechnik in ganz Deutschland, die es ermöglichen, frühzeitig Radioaktivität zu erkennen», sagte BfS-Sprecher Florian Emrich der dpa. Die Bürger könnten rund um die Uhr aktuelle Daten auf der Homepage einsehen.

Die Mitgliedsländer der internationalen Verträge zum Betrieb von Atomkraftwerken sind verpflichtet, Zwischenfälle oder meldepflichtige Ereignisse der Stufe 2 (Störfall) oder größer auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) zu melden.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ist laut BfS erster Ansprechpartner für Zwischenfälle in Kernkraftwerken anderer Länder. Von dort gehen die Informationen weiter an die anderen Staaten, in Deutschland als erstes an das Bundesumweltministerium. Das BfS ist dem Ministerium untergeordnet. Stationen zur Messung von Radioaktivität sind laut BfS international miteinander vernetzt.

Erdbeben / Atom / Japan
14.03.2011 · 01:34 Uhr
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