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Hintergrund: Solidarität mit Pussy Riot

Unterstützer der inhaftierten Musikerinnen machen ihrem Ärger in Moskau Luft. Foto: Yuri Kochetkov/ArchivGroßansicht

Moskau (dpa) - Der Moskauer Prozess gegen die Skandal-Band Pussy Riot hat international Solidarität mit den Frauen ausgelöst. Die Deutsche Presse-Agentur dokumentiert einige Aktionen.

RUSSLAND: In St. Petersburg protestiert der Aktionskünstler Pjotr Pawlenski mit zugenähtem Mund und dem Schild «Pussy Riot hat wie Jesus den Tempel gereinigt» vor einer Kathedrale. Er wird festgenommen. Ebenfalls in St. Petersburg bindet sich eine Unterstützerin der Band vor einer Kirche symbolisch an ein Kreuz.

DEUTSCHLAND: Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, geißelt die Verlängerung der Untersuchungshaft bis Januar 2013 als «grotesk». Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth kritisiert einen «politischen Schauprozess, der an Absurdität und Anti-Rechtsstaatlichkeit kaum zu überbieten ist».

TSCHECHIEN: Prager Schriftsteller fordern in einem Brief an Kremlchef Wladimir Putin die sofortige Freilassung der drei Frauen. «Wir halten es für eine Unverschämtheit, dass Menschen für Regimekritik in Haft landen», heißt es in dem Schreiben.

USA: Demonstranten protestieren vor Russlands Konsulat in New York gegen den Prozess. Sie hängen ein «Free Pussy Riot!»-Spruchband und die für die Band typischen Strumpfmasken an den Zaun der Vertretung.

MUSIK: Bekannte Musiker wie Sting und die Red Hot Chili Peppers fordern bei Auftritten «Freiheit für Pussy Riot». In Berlin geben an diesem Dienstag (31. Juli) die US-Band Anti-Flag sowie deutsche Gruppen ein Benefizkonzert für die drei jungen Frauen.

Justiz / Menschenrechte / Russland
30.07.2012 · 21:28 Uhr
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