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Hintergrund: So bewerten Ratingagenturen

US-Bonität herabgestuftGroßansicht

Berlin (dpa) - Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, Banken und Staaten. Die weltweit einflussreichsten Ratingagenturen sind Standard & Poor's (S&P) sowie Moody's und Fitch. S&P stufte am Freitag die Bonität der USA von «AAA» auf «AA+» herab.

Für ihre Einstufungen verwenden Ratingagenturen Buchstabencodes. Die Skala beginnt bei den beiden Marktführern in der Regel mit der Bestnote «AAA», die beispielsweise Deutschland regelmäßig erhält und bisher auch die USA. Es folgen «AA», «A», «BBB», «BB», «B», «CCC», «CC», «C». Die meisten Stufen können mit Plus- und Minuszeichen noch feiner unterteilt werden. Ab «BB+» beginnt der spekulative Bereich, der auch «Ramsch» (englisch: «Junk») genannt wird. Die Skala reicht nach unten bis «D». Das bedeutet, dass ein Ausfall des Schuldners eingetreten ist - also praktisch den Bankrott.

Je schlechter die Ratingagenturen die Bonität eines Schuldners beurteilen, desto teurer und schwieriger wird es für ihn, sich am Kapitalmarkt Geld zu besorgen. Die Refinanzierungskosten steigen, schlimmstenfalls ziehen Geldgeber ihr Kapital ab.

Kritiker bemängeln allerdings, es bleibe oft unklar, welcher Anteil der Bonitätseinstufungen (Ratings) auf Fakten und Berechnungen beruht und was Meinung ist. In der Finanzkrise wurden Ratingagenturen zum Beispiel an den Pranger gestellt: Weil sie Ramschpapiere als sichere Geldanlage anpriesen, wurde ihnen eine Mitschuld an der Krise gegeben.

Finanzen / USA
08.08.2011 · 23:10 Uhr
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