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Hintergrund: Schattenkabinett und Kompetenzteam

Hamburg (dpa) - Vor der Wahl 2002 brachte es Angela Merkel auf den Punkt: «Das Kompetenzteam ist kein Schattenkabinett», erklärte die CDU-Vorsitzende und verteidigte damit die Entscheidung der Union, keinen Umweltexperten ins Wahlkampfteam des damaligen Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber (CSU) zu berufen.

Denn als Schattenkabinett gilt eine Regierungsmannschaft in spe, während die Mitglieder eines Kompetenzteams nach einem Machtwechsel nicht unbedingt Minister werden. Sie sollen den Spitzenkandidaten der Opposition unterstützen und die Wählerschaft von ihrem Fachwissen überzeugen. Von den neun Mitgliedern des Kompetenzteams, mit denen die Union in den Bundestagswahlkampf 2005 zog, wurden am Ende nur drei auch Minister: Annette Schavan (Bildung), Ursula von der Leyen (Familie) und Wolfgang Schäuble (Inneres).

In seinem Ursprungsland Großbritannien spielt das «shadow cabinet» eine besondere Rolle. Schon beim Antritt einer Regierung benennt die Opposition dort spiegelbildlich Schattenminister, die die amtierenden Minister kontrollieren und kritisieren sowie für den Fall eines Machtwechsels bereits in den Startlöchern stehen.

Parteien / SPD / Wahlen
30.07.2009 · 13:52 Uhr
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