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Hintergrund: Salafisten - radikal und militant

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Düsseldorf/Berlin (dpa) - Der Salafismus ist nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes ein Sammelbecken für gewaltbereite Islamisten und hat in Deutschland rund 2500 Anhänger.

Salafisten vertreten einen rückwärtsgewandten Ur-Islam und lehnen jede theologische Modernisierung ab - das arabische Wort «Salaf» steht für: Ahnen, Vorfahren. Salafisten vertreten diskriminierende Positionen gegen Frauen und bestehen auf deren Vollverschleierung.

Die terroristische Sauerland-Gruppe etwa stand unter salafistischem Einfluss. Fast alle Islamisten aus Deutschland oder in Deutschland, die den Dschihad (Gotteskrieg) befürworten oder sich ihm angeschlossen haben, sind nach Erkenntnissen der Verfassungsschutzbehörden mit dem Salafismus in Berührung gekommen.

Salafisten wollen eine Gesellschaft nach den Regeln der islamischen Rechtsordnung Scharia. Zu den bekanntesten Vertretern hierzulande gehört Pierre Vogel, ein deutscher Konvertit. Der radikal-islamische Verein «Einladung zum Paradies» hat sich in Mönchengladbach aber aufgelöst. Solingen gilt als weiteres Zentrum der Salafisten. Von dort kommen die beiden Terrorverdächtigen, die in London vor Gericht landeten.

Die salafistische Propaganda richtet sich an junge Muslime in einer schwierigen Lebenssituation und an junge Nicht-Muslime mit dem Ziel, sie zur salafistischen Strömung des Islam zu bekehren.

Extremismus / Islamismus / Religion
14.04.2012 · 21:47 Uhr
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