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Hintergrund: Rot-Rot in den Ländern

Hamburg (dpa) - Eine rot-rote Regierung gibt es derzeit nur im Land Berlin. In Brandenburg zeichnet sich das mittlerweile dritte Bündnis von SPD und Linken ab. Das erste ging 2006 in Mecklenburg-Vorpommern zu Ende.

Vorläufer dieser formellen Koalitionen war die Duldung SPD-geführter Minderheitsregierungen durch die Linke bzw. ihre Vorgängerpartei PDS. Ein Überblick:

BERLIN: Koalition seit 2002. Regierender Bürgermeister ist Klaus Wowereit (SPD). Zuvor hatte er einen von der damaligen PDS tolerierten Minderheitssenat von SPD und Grünen geleitet. Die Linke macht in der Hauptstadt eine pragmatische Politik und hat in der Vergangenheit auch einen harten Sparkurs mitgetragen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Koalition von 1998 bis 2006. Ministerpräsident war Harald Ringstorff (SPD). Das Bündnis wurde 2002 bestätigt. Danach erwies sich die Linkspartei als nicht mehr ganz so geschmeidig. Nach der Wahl 2006 ging die SPD eine Koalition mit der CDU ein.

SACHSEN-ANHALT: Tolerierung 1994 bis 2002. SPD-Ministerpräsident Reinhard Höppner führte zunächst eine von der PDS geduldete rot-grüne Minderheitsregierung, dann eine tolerierte Alleinregierung ohne Mehrheit. Diese wurde nach der Wahl 2002 von einer CDU/FDP-Regierung abgelöst.

HESSEN: Tolerierungsidee 2008. Die Pläne einer rot-grünen Minderheitsregierung von SPD-Chefin Andrea Ypsilanti unter Duldung der Linken zur Ablösung von CDU-Ministerpräsident Roland Koch scheiterten am Widerstand in den eigenen Reihen.

Koalition / Brandenburg
12.10.2009 · 22:23 Uhr
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