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Hintergrund: Radioaktivität

Berlin/Salzgitter (dpa) - Radioaktivität ist ein spontaner Zerfall von instabilen Atomkernen. Dabei ändern sich Masse und Kernladung, und es wird Energie freigesetzt. Diese wird als ionisierende Strahlung abgegeben.

Sie hat eine direkt schädigende Wirkung auf die Zelle als kleinste biologische Einheit. Deshalb kann die Strahlung beispielsweise Krebs auslösen und je nach Stärke sogar tödlich sein.

Einen unteren Schwellenwert gibt es nicht. Für die Art der Gesundheitsgefährdung durch Radioaktivität ist die empfangene Dosis entscheidend. Seit 1986 ist hierfür das Sievert (Sv) die international gültige Maßeinheit. Auch eine sehr geringe Strahlendosis kann unter ungünstigen Umständen Gewebe zerstören oder eine Tumorentwicklung anstoßen.

Es gibt natürliche und künstliche Radioaktivität. Auf natürliche Weise kommt sie zum Beispiel durch kosmische Strahlung oder in Gesteinen vor. Je nach Region kann die Belastung erheblich schwanken. Künstliche Radioaktivität entsteht etwa in Atomreaktoren und beim Röntgen.

Die gesamte natürliche Strahlenbelastung in Deutschland beträgt dem Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter zufolge durchschnittlich 2,1 Millisievert (mSv) im Jahr. Je nach Wohnort, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten reicht sie im einzelnen von 1 bis zu 10 Millisievert. Ein Arbeiter eines Atomkraftwerkes nimmt im Laufe von zehn Jahren eine Strahlendosis von etwa 50 bis 200 mSv auf.

Brände / Wetter / Russland
11.08.2010 · 22:36 Uhr
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