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Hintergrund: Radioaktive Stoffe in der Asse

Ein Mitarbeiter des einsturzgefährdeten Atommülllagers Asse überprüft am 24.6.2009 den Boden vor der Kammer 12 auf Kontamination.Großansicht

Berlin (dpa) - 126 000 Fässer liegen im umstrittenen Atommülllager Asse. Zu den dort vorhandenen radioaktiven Elementen gehören Cäsium, Strontium und Plutonium.

CÄSIUM 137 fällt normalerweise in Kernkraftwerken an und war eines der wichtigsten «Fallout»-Produkte bei der Katastrophe von Tschernobyl. Es wird aber auch zur Strahlenbehandlung in der Krebstherapie, bei Materialprüfungen oder zum Betrieb von Atomuhren eingesetzt. Der Mensch nimmt Cäsium 137 vor allem mit dem Verzehr von Fleisch und Milch auf. Es zerfällt mit einer Halbwertzeit von 30 Jahren - das ist die Zeit, die vergeht, bis die Radioaktivität zur Hälfte abgebaut ist.

STRONTIUM ist seit Beginn der Kernwaffenversuche in der Atmosphäre weltweit verteilt. Über die Pflanzen gelangt es vor allem in die Milch von Kühen und damit in die menschliche Nahrung. Es wandert aus dem Darm in den Blutkreislauf und wird fast vollständig im Knochengerüst abgelagert. Die Strahlung trifft das blutbildende Knochenmark, so dass Leukämie entstehen kann.

PLUTONIUM zählt zu den giftigsten Stoffen überhaupt. Besonders gefährlich ist es, Plutonium einzuatmen. Bereits 50 Milligramm in der Lunge können ausreichen, um sofort daran zu sterben. Jedoch ist das Schwermetall im Körper auch in noch kleineren Mengen gefährlich, weil es sich in den Knochen ablagert und so später Krebs auslösen kann. Das in der Atomtechnik verwendete Plutonium-Isotop 239 hat eine Halbwertzeit von mehr als 24 000 Jahren.

Atom / Asse / Gesundheit
26.11.2010 · 12:42 Uhr
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