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Hintergrund: Politikerreisen nach Afghanistan

Berlin (dpa) - Afghanistan gehört zu den außereuropäischen Ländern, die von deutschen Spitzenpolitikern am häufigsten besucht werden.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist gerade zum fünften Mal seit seinem Amtsantritt im vergangenen Herbst dort. Außenminister Guido Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel (beide FDP) besuchten Afghanistan je zwei Mal und Innenminister Thomas de Maizière (CDU) ein Mal.

Zum ersten Mal war mit Horst Köhler im Frühjahr auch ein Bundespräsident dort. Eine umstrittene Äußerung in einem Interview auf dem Rückweg wurde später zu einem Grund für seinen Rücktritt. Mit Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) informiert sich nun auch der zweite Mann im Staat erstmals direkt über den Einsatz der deutschen Soldaten. Bundeskanzlerin Angela Merkel war 2007 und 2009 in Afghanistan.

Seit einigen Jahren werden die Reisen aus Sicherheitsgründen bis zur Ankunft geheim gehalten. Die Besuche beschränken sich meistens auf die Bundeswehrstandorte im Norden des Landes und die Hauptstadt Kabul. Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus war bei seinem Besuch vor einer Woche ausnahmsweise allerdings auch in Kandahar im gefährlichen Süden des Landes. Dort sind 13 Bundeswehrsoldaten stationiert, die für die NATO Fernmeldeleitungen betreiben.

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
29.08.2010 · 19:40 Uhr
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