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Hintergrund: Piraterie als Wirtschaftsfaktor

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Hamburg (dpa) - Piraterie vor Somalia ist ein Millionen-Geschäft. Allein 2008 kassierten organisierte Banden am Horn von Afrika für gekaperte Schiffe und Besatzungsmitglieder nach Schätzungen mehr als 150 Millionen US-Dollar.

Die Zahlung von Lösegeld sorgt derzeit für viel Kritik. Dass Piraten für die Freilassung des Frachters «Hansa Stavanger» nach Angaben der Seeräuber umgerechnet 2,1 Millionen Euro erhalten haben, werten Politiker verschiedener Parteien als Ermutigung zu weiteren Geiselnahmen. Andere, wie der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer, verweisen darauf, dass die Reederei in diesem Fall keine andere Wahl hatte.

Ein Teil der erpressten Gelder geht Schätzungen zufolge an die Machthaber der autonomen Region Puntland. Ihnen wird vorgeworfen, den Kriminellen im Gegenzug eine sichere Ausgangsbasis an Land zu bieten. In dem armen Landstrich gehören die oft reichen Piraten zu den Wenigen, die Handel und Handwerk florieren lassen und so tausenden Menschen Arbeit bieten.

Schifffahrt / Piraten / Somalia
08.08.2009 · 12:40 Uhr
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