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Hintergrund: Parteigenossen von Strauss-Kahn schockiert

Paris (dpa) - Die französischen Parteigenossen von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn haben sich bestürzt über den Vorwurf der versuchten Vergewaltigung gegen ihren möglichen Präsidentschaftskandidaten geäußert.

Die Parteichefin der Sozialisten (PS), Martine Aubry, sagte, die Nachricht habe wie ein «Donnerschlag» getroffen. An der PS sei es nun, vereint und verantwortungsvoll zu agieren.

Die Ex-Präsidentschaftskandidatin der größten Oppositionspartei, Ségolène Royal, sagte: Solange die Vorwürfe nicht bewiesen seien, habe Strauss-Kahn wie jeder andere Bürger das Recht auf die Unschuldsvermutung. Sie sei in Gedanken vor allem bei der Familie des 62-Jährigen.

Die Parteichefin der rechten Partei Front National, Marine Le Pen, kommentierte hingegen: «Er ist als Kandidat für das höchste Staatsamt definitiv diskreditiert.» Der konservative Abgeordnete Bernard Debré von der Regierungspartei UMP nannte die Affäre «demütigend für Frankreich» und zeigte sich überzeugt, dass an den Vorwürfen etwas dran sei. Wenn es keinen ernsten Tatverdacht gebe, würde die US-Polizei einen Mann wie Strauss-Kahn nicht aus einem Flugzeug holen, sagte Debré.

Kriminalität / Finanzen / Wahlen / Reaktionen / Frankreich / USA
15.05.2011 · 12:48 Uhr
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