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Hintergrund: Offene Tarifkonflikte bei der Lufthansa

Piloten drohen mit neuem StreikGroßansicht
Frankfurt/Main (dpa) - Die Lufthansa verhandelt derzeit an mehreren Fronten mit Gewerkschaften über neue Tarifverträge. Wie kaum ein anderes deutsches Großunternehmen sieht sich die Fluggesellschaft konkurrierenden Spartengewerkschaften gegenüber:

- Die PILOTEN haben schon am 22. Februar etwa die Hälfte des Netzes lahmgelegt und den Flugplan auf Tage hinaus durcheinandergebracht. Die rund 4500 Kapitäne und Co-Piloten wollen mit ihrer Vereinigung Cockpit (VC) die gut bezahlten Jobs im Konzerntarifvertrag sichern und fortentwickeln. Um mehr Gehalt geht es nur am Rande.

- Die FLUGBEGLEITER verhandeln über bessere Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft «Unabhängige Flugbegleiter Organisation» (UFO) will für rund 16 000 Beschäftigte in der Kabine zudem die Reallöhne der Stewardessen sichern. Die Cockpitvorschläge zur Konzernentwicklung trägt UFO mit und hat bereits mit Warnstreiks gedroht. Eine erste Verhandlung verlief ohne Ergebnis.

- Das BODENPERSONAL sieht sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi Einsparforderungen von 10 Prozent seitens des Managements gegenüber. Auch hier geht es um die Sicherung und Weiterentwicklung der Arbeitsplätze. Verdi vertritt nach eigenen Angaben rund 50 000 Lufthanseaten.

Luftverkehr / Lufthansa
22.03.2010 · 21:48 Uhr
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