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Hintergrund: NSU

Berlin (dpa) - Die Abkürzung NSU steht für «Nationalsozialistischer Untergrund». Diesen Namen gab sich eine Neonazi-Terrorzelle in Zwickau, deren Kern mutmaßlich aus Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe bestand.

Mundlos und Böhnhardt töteten sich im November 2011 nach einem Banküberfall, um einer drohenden Festnahme zu entgehen. Zschäpe zündete nach dem Tod der beiden Männer die gemeinsame Wohnung an und stellte sich der Polizei. Seitdem sitzt sie in Untersuchungshaft und schweigt.

Die Ermittler machen die NSU zwischen den Jahren 2000 und 2007 für neun Morde an Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie für einen Mord an einer Polizistin verantwortlich. Das Hauptmotiv soll Fremdenhass gewesen sein. Zum Beweismaterial gehört unter anderem ein Bekennervideo. Auf das Konto der Terrorzelle sollen darüber hinaus mindestens 14 Banküberfälle zwischen 1999 und 2011 und zwei Sprengstoffanschläge gehen. Dazu kommt die Brandstiftung Anfang November 2011 in Zwickau.

Extremismus
02.07.2012 · 12:13 Uhr
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