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Hintergrund: Nothilfe Euro-Rettungsschirm

Brüssel/Luxemburg (dpa) - Mit Milliardenbeträgen halten die Euro-Länder kriselnde Mitgliedsstaaten über Wasser und verhindern deren Staatspleite. Der im Frühjahr vereinbarten Rettungsfonds für Euro-Länder mit einem Umfang von 750 Milliarden Euro wird im Krisenfall an den Finanzmärkten Anleihen herausgeben.

Die Mitgliedstaaten zahlen also direkt keine Geldbeträge in den Mechanismus ein, garantieren aber anteilsmäßig mit 440 Milliarden Euro für die Summe. Die EU- Kommission steuert zudem mit einer Sonderkreditlinie 60 Milliarden Euro und der Internationale Währungsfonds (IWF) 250 Milliarden Euro bei.

Die wackelnden Euro-Staaten müssen strenge Bedingungen erfüllen. Die EU fordert von Irland etwa die Sanierung des Haushaltes und die Erhöhung der Unternehmenssteuer.

Der Rettungsfonds, der von dem Deutschen Klaus Regling gemanagt wird, läuft Ende Juni 2013 aus. Die EU-Staats- und Regierungschefs beschlossen Ende Oktober, dass es von 2013 an eine dauerhafte Einrichtung geben soll. Bei Staatspleiten könnten dann auch etwa Banken in die Pflicht genommen werden.

Irland will als erstes Land den Luxemburger Fonds mit dem offiziellen Namen «Europäische Finanz-Stabilitäts-Fazilität» (EFSF/Luxemburg) in Anspruch nehmen. Schuldensünder Griechenland wurde im Mai mit einem gesonderten Hilfspaket von 110 Milliarden Euro über Wasser gehalten. Der Euro-Rettungsschirm wurde erst danach gespannt.

EU / Finanzen / Irland
22.11.2010 · 21:56 Uhr
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