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Hintergrund: Noch viele offene Fragen

Rüsselsheim/Zürich (dpa) - Vor der endgültigen Unterzeichnung eines Vertrages zwischen General Motors (GM) und Magna zum Opel- Verkauf sind noch einige Punkte zu klären. Der US-Konzern stellt mehrere Bedingungen.

- VORKAUFSRECHT: General Motors verlangt ein Vorkaufsrecht, falls einer der neuen Partner - der Autozulieferer Magna und die russische Sberbank - bei der neuen Gesellschaft «New Opel» wieder aussteigen will. Magna und die Sberbank sollen nach den Plänen je 27,5 Prozent der Anteile an Opel übernehmen.

- VORSTANDSPOSTEN: Der US-Autokonzern beansprucht vier der acht Vorstandsposten bei «New Opel» für sich. Den Vorstandsvorsitz und drei weitere Sitze soll Magna ernennen. GM verlangt aber vier Plätze, darunter die beiden Ressorts Marketing/Vertrieb sowie Entwicklung.

- FINANZIERUNG: GM verlangt ein «definitives Finanzierungspaket der Regierungen von Bund und Ländern». Der Konzern will noch einige Details klären, darunter Anschlusskredite. Bund und Land hatten 4,5 Milliarden Euro staatliche Hilfe zugesagt, darunter den bereits gezahlten Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro sowie Bürgschaften. Dagegen sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), GM habe keine Nachforderungen gestellt und akzeptiere die Finanzierungsbedingungen der Bundesregierung.

- BEITRAG DER ARBEITNEHMER: General Motors will erst dann einen Vertrag unterschreiben, wenn die Arbeitnehmervertretungen schriftlich bestätigen, dass sie die Vereinbarung «mit den notwendigen Kostenanpassungen unterstützen». Die Belegschaft hat dies schon zugesichert. «Der Europäische Betriebsrat hat Magna vor Monaten schriftlich zugesagt, dass wir unseren Teil zu den Einsparungen leisten werden», sagte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz.

Auto / Opel
11.09.2009 · 16:05 Uhr
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