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Hintergrund: Negativrekord bei Wahlbeteiligung

Ein einsamer Wähler sitzt in der Wahlkabine eines Wahllokals in Schwerin.Großansicht

Berlin (dpa) - Bei vielen Landtagswahlen der vergangenen Jahre war die Beteiligung rückläufig - in diesem Jahr gab es jedoch oft eine entgegengesetzte Entwicklung.

So mobilisierte vor allem in Baden-Württemberg im Mai die Aussicht auf einen politischen Wechsel viele Wähler. Am Ende lag die Wahlbeteiligung mit 66,3 Prozent um 12,9 Punkte höher als bei der Wahl 2006. Auch bei der zeitgleich stattfindenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gingen mit 61,8 Prozent (plus 3,6 Punkte) mehr Bürger zu den Urnen. Dagegen sank die Beteiligung bei der Bürgerschaftswahl in Bremen im Mai um 1,6 Punkte auf 55,9 Prozent.

Ein historischer Tiefpunkt wurde 2006 in Sachsen-Anhalt erzielt: Dort gaben nur noch 44,4 Prozent der Berechtigten ihre Stimmen ab. Das war die geringste Beteiligung bei einer Landtagswahl in Deutschland seit Kriegsende. Bei der Wahl im März diesen Jahres stieg die Wahlbeteiligung dann wieder um 6,8 Punkte auf 51,2 Prozent.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern war das Interesse der Bürger zuletzt schwach ausgeprägt. Bei der Landtagswahl 2006 gaben nur noch 59,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab - in Minus von 11,5 Prozentpunkten im Vergleich zu 2002. Bei der Landtagswahl am Sonntag wurde diese Wahlbeteiligung mit voraussichtlich 52 bis 53 Prozent noch einmal deutlich unterboten. So wenige Bürger gingen in Mecklenburg-Vorpommern noch nie zu einer Landtagswahl.

Wahlen / Landtag / Mecklenburg-Vorpommern
05.09.2011 · 23:15 Uhr
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